Open in Public Day

Am 28. Januar findet auch dieses Jahr der vom Europarat ausgerufene „Data Protection Day“ statt. An diesem sollen Menschen über die Sammlung und Weiterverarbeitung „ihrer“ Daten und ihrer diesbezüglichen Rechte aufgeklärt werden. (EU-Kommissarin Viviane Reding hat ihre Visionen für solche Rechte vor kurzen dargelegt und die Probleme dieser Sichtweise waren hier auch schon Thema.)

Als Kommentar auf diesen Tag zur Feier der Unterdrückung freien Datenflusses soll an dieser Stelle der „Open in Public Day“ ausgerufen werden.

Der „Open in Public Day“ findet ebenfalls am 28. Januar statt und soll den Menschen den Wert gemeinsamer, offener und freier Daten und Kommunikation illustrieren. Anstatt uns in unseren Häusern und Wohnungen zu verstecken in Angst, „unsere“ Daten könnten in die Öffentlichkeit gelangen, treten wir frei in die Öffentlichkeit.

Damit wir alle den Tag gemeinsam erfahren und erleben können, greifen wir ein bekanntes Datenschutzmem auf: Peinliche Fotos in sozialen Netzwerken.
Am „Open in Public Day“ veröffentlicht jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin ein „peinliches“ Foto von sich in seinem/ihrem Blog oder auf seinem/ihrem Profil in sozialen Netzwerken. Das können die gefürchteten „Partybilder“ sein, Dokumentationen der eigenen modischen Fehltritte oder von persönlichen Fails. Die Bilder werden öffentlich gepostet und wenn möglich auch mit dem eigenen Namen/Profil (durch Tagging) verbunden. Am besten verbreitet Ihr dann Euer Foto nochmal auf allen Kanälen (verwendet den Hashtag #oipd12). Setzt einen Trackback auf diesen Post oder postet Euren Link in den Kommentaren, damit wir ein Netz aus allen diesen Bildern herstellen können.

Der „Open in Public Day“ ist ein Zeichen gegen die Angst. Gegen die Angst vor Euren Mitmenschen und dem was sie über Euch denken. Gegen die Angst nicht perfekt zu sein. Wir können alle gemeinsam ein Zeichen setzen für eine freiere Gesellschaft.

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Chimpanzee that!
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27 Antworten zu Open in Public Day

  1. p0wny schreibt:

    Kurzer Merkzettel:
    deutsch: ein Mem, zwei Meme
    englisch: one meme, two memes

  2. Pingback: Die Spackeria will Euch alle überwachen und sammelt Eure Daten! | Die wunderbare Welt von Isotopp

  3. Pingback: 27 Januar 2012 | CrimsonClyde

  4. Pingback: Wenn diese Leute ihre Bilder selber geposted hätten, anstatt daß die +ZEIT ONLINE… | Die wunderbare Welt von Isotopp

  5. Michael Seemann schreibt:

    Stelle gerade meine Gallerie zusammen und denke: sollte es nicht viel besser „Drunken in Public“ heißen? Naja.

  6. mrschtief schreibt:

    hab schon mal mein twitter avatar mit peinlichem bild und #oipd12 tag geändert, sowie die bio in den text hier und den link hierdrauf gesetzt…. und lade dann morgen ein peinliches nach dem anderen hoch 😉 gnihihihi

  7. questionatic schreibt:

    Werde auch mal sehen, was ich so finde 😀 (Ganz netter Anlass btw, etwas in alten Bildern zu stöbern). Wird dann hier zu finden sein: https://picasaweb.google.com/105554795673799586121/Oipd12

  8. Maex schreibt:

    Tja, der Haken ist, das sind alles Bilder, die ihr selbst aussucht und die ihr als peinlich, aber dennoch erträglich erachtet.

    Es geht nicht darum, dass ihr selbst etwas von euch veröffentlicht und das für euch akzeptiert.
    Es geht darum, dass andere Sachen von euch veröffentlichen, die für euch unakzeptabel sind.

    Das ist der Punkt.

    • wolfgang kemptner schreibt:

      yo!! ich war ja auch immer gegen den datenschutz … aber es gibt auch richtig „boeses“ mobbing, und was dann veroeffentlicht wird (von andern) verfolgt zb einen strategischen zweck, zb dich zu ruinieren, ist auch perspektiviert, halbwahr etc usw

      wolfgang

      • wolfgang kemptner schreibt:

        .. und ein grund warum die mobber/bullys dat machn is ja, dass sie angst haben, selber blosgestellt zu werden etc, komischerweise veroeffentlichen sie sozusagen ihre eigene shayze allerdings in die gemobbteN hinein projeziert

  9. Pingback: Datenschutz: Kampf an drei Fronten

  10. Pingback: Lehrerzimmer » Archiv » Digilern 2012 – Lernen mit digitalen Medien (und Wettbewerb)

  11. Pingback: Open in Public Day « H I E R

  12. Pingback: #oipd12, Spackeria, Googles Fickschaftrend und etwas Postprivacy-Abschlusskritik | Tales from the Mac Hell

  13. Pingback: Open in Public Day – Wolfsbeeren

  14. P2063 schreibt:

    was der Maex schreibt. Diese Aktion ist blanker Unfug.

  15. Pingback: die ennomane » Blog Archive » Kompromat

  16. schmollti schreibt:

    Satz mit x: War wohl nix. Hat keine Wellen geschlagen, Aufmerksamkeit generiert, ist auch an mir völlig vorbeigegangen. Ihr könnt euer peinliches Foto wieder „löschen“ (also bei fb verstecken lassen, behalten will es facebook natürlich trotzdem – ist ja auch ihr gutes Recht, jetzt haben sie ja Rechte an dem Foto).

    • mrschtief schreibt:

      Na deiner haeme nach zu urteilen, hat es ja wenigstens bei dir ein paar wellen ausgeloest. Das ist doch schonmal was..
      P.s. auf twitter war auf jeden fall mehr los als ueber den data protection day oder wie der hiess

  17. struppi schreibt:

    „Tolle Aktion“
    Bilder, die man nur sieht, wenn man einen Account bei G+ oder FB hat sind nicht „public“ und wenn die Bilder mit keinem echten Namen verknüpft sind, braucht auch niemand „Angst“ zu haben, dass diese irgendwelche Folgen haben.

    Was soll diese Aktion denn zeigen?

  18. Pingback: OIPD12: Luanda 2003 | Ramblings

  19. Pingback: Zum #OptOutDay | Die datenschutzkritische Spackeria

  20. Pingback: Open in Public Day 2013 | Die datenschutzkritische Spackeria

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